Hamme-Pokal am 15.03.2015

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Am letzten Wochenende organisierte die TuSG Ritterhude/Bremer Judoverband ihren alljährlichen Hamme-Pokal. Zu der 20. Auflage des Turnieres konnten die Veranstalter insgesamt 310 Nachwuchs-Judoka der Altersklassen U12 bis U18 begrüßen. Mit rund 100 Kämpfern und 50 Kämpferinnen stellten die 30 vertretenen niedersächsischen Vereine knapp die Hälfte des Starterfeldes. Sie hatten sich mit Judoka aus Berlin, Brandenburg, Bremen, Schleswig-Holstein und den Niederlanden zu messen.  Der SC Hemmoor war mit 11 Judoka angereist. Mit 2 Goldmedaillen, 1 Silbermedaille und 1 Bronzemedaille ist die Bilanz des SC recht ansehnlich.

Die männliche U12 musste sich in Gruppen von je 8 Startern beweisen, hier kämpfte sich Andreas Hinkel auf einen guten 5. Platz vor und verpasste nur knapp das Halbfinale. Erik Gardt gelang mit viel Einsatz der Einzug ins Halbfinale, wo er einen weiteren Kampf mit Haltegriff gewinnen konnte. Erst im Finale gegen einen Jungen aus Grasdorf wurde er gestoppt. Die Silbermedaille war aber redlich verdient.

Die U15-Jungen hatten diesmal einen „schwarzen Tag“ erwischt. Tom Staats, Daniel Gardt, Ole Surkus und Martin Koschel verloren jeweils ihre Kämpfe und konnten sich diesmal nicht platzieren. Nur Kolja Pätzold schaffte es bis 50 kg auf einen 5. Platz, konnte wegen Kreislaufproblem danach nicht weiterkämpfen. In der gleichen Gewichtsklasse startete auch Philipp Förster, der erst im Halbfinale in einem Haltegriff aufgeben musste. Dies brachte jedoch das Trostpflaster in der U15, nämlich eine Bronzemedaille.

Erst die U18-Jugend brachte wieder Lichtblicke. Tom Böhling bewältigte den 1. Fight bis 73 kg gleich mit einem starken Ura-Nage-Wurf (Selbstfallwurf), wurde danach in die Trostrunde von einem Braungurt aus Boizenburg verwiesen und schaffte hier noch den 5. Platz. Der ehemalige Hemmoorer Bengt Schulz, der nun für den MTV Hildesheim startet, erreichte hier den 3. Platz.  In der am stärksten besetzten Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm kämpften sich Johannes Koschel  und Fabio Fischer (Judo-Team Hannover) gegen die starke niedersächsische und Bremer Konkurrenz bis in das Finale vor. Dort behielt Johannes Koschel über Fischer die Oberhand mit einem starken Haltegriff. Endlich eine Goldmedaille für den SC Hemmoor. Dies wollte Chiara-Sue Pätzold gleichfalls erreichen, nachdem die diesjährige Landesmeisterschaft nicht so gut verlief. Zum Auftakt stand ihr gleich die Kaderathletin Saskia Neidig vom Vfl Wolfsburg gegenüber. Pätzold ließ sich nicht einschüchtern, nutzte nach nur 15 Sec. einen Übergang in die Bodenlage, um mit einem sehr gut herausgearbeiteten Würgegriff die Gegnerin zur Aufgabe zu zwingen. Der 2. Fight endete für ihre Kontrahentin aus Schwanewede bereits nach 6 Sec. mit einem Schulterwurf. Erst das Finale gegen eine starke Kämpferin aus  Bremen (Teilnehmerin an der Deutschen Meisterschaft) stellte sich als 4 Minuten-Kampf heraus. Pätzold konnte aber hier mit 2 Wertungen für Uchi-Mata-Würfe punkten und damit die Goldmedaille sichern.

Deutsche Meisterschaft der U21 - 07.03.2015

Samstagabend sind wir aus Frankfurt/Oder von der Deutschen Meisterschaft der U21 zurückgekommen.


Björn Griemsmann hatte sich gut vorbereitet für die vierte Teilnahme an einer DEM, war fit und motiviert, jedoch das Schicksal meinte es nicht gut mit ihm und der begleitenden Fan-Gruppe.

 

Die 90 kg-Gruppe bestand aus 26 Judoka, die Qualifizierten aus den 6 Gruppenmeisterschaften – alles hochkarätige Kämpfer, die teilweise aus dem Bundeskader kommen und Europa-Erfahrungen haben.

 

In der 1. Begegnung traf Björn auf einen Judoka aus Mecklenburg-Vorpommern, der sehr defensiv kämpfte, ständig auf Kontergelegenheit wartete und offensives Angreifen notwendig machte.

Eine Fehlentscheidung in Sekundenbruchteilen und Björn lag mit einer kleinen Wertung (Yuko) zurück, dies war bis zum Ablauf der 4 Min. Kampfzeit nicht mehr aufholbar. Zum Ende musste Björn volles Risiko angreifen, was noch 2 kleine Wertungen für den Gegner brachte. Er selbst konnte seine Wurfangriffe gegen den knallhart sperrenden Gegner nicht durchbringen.

Durch das Wettkampfsystem, das bei 32 Teilnehmern unter jeweils 8 Kämpfern im Pool nur die 3 in die Trostrunde kommen, die gegen den Poolsieger verloren haben, blieb nur die Hoffnung, dass sein Gegner es bis dahin schafft. Dies gelang jedoch nicht, da dieser den nächsten Kampf verlor. Damit war für Björn der Weg in die Trostrunde verwehrt.

 

Nach anfänglichem Frust über den Verlauf wird wieder aktiv an Verbesserung der Technik gegen kleinere, defensive Kämpfer gearbeitet und das nächste Turnier vorbereitet – Bremen International Masters am 22.03.2015