Medaillensegen für Hemmoorer Judoka

Kolja Pätzold re. beim Wurfangriff für einen Hüftwurf
Kolja Pätzold re. beim Wurfangriff für einen Hüftwurf

Vor den Sommerferien fanden weitere Wettkampfveranstaltungen für die aktiven Judoka des SC Hemmoor statt. Ein Bezirksturnier in Stade richtete sich an die Kleinen U11 und die Jugend U14. Daniel Gardt konnte bei der U11 seine 4 Kämpfe souverän gewinnen und wurde Erster. Über einen zweiten Platz mit jeweils 3 Siegen freuten sich Kolja Pätzold und Ivo Peters. Eine Bronzemedaille für 2 Siege konnte Philipp Förster erringen. Alle Jungen hatten lebhafte Kämpfe zu absolvieren und mussten sich die jeweiligen Plätze hart erarbeiten. Bei den U14 Judoka startete die älteren Geschwister Vincent Förster und Chiara-Sue Pätzold. Beide erreichten eine Silbermedaille durch erfolgreiche Bodentechniken nach einer kleineren Wertung für Wurfangriffe. Eine sehr erfreuliche Veranstaltung.

Strahlende Sieger der U11
Strahlende Sieger der U11
Stehend li. Ivo Peters,
re. Daniel Gardt
Unten: Philipp Förster

 Am gleichen Tag aber anderen Ort startete Bengt Schulz beim Fösse-Pokal in Hannover-Linden. Hier fanden sich in der Gewichtsklasse bis 46 kg weitere 3 Kontrahenten ein. Bengt konnte hier alle Kämpfe für sich entscheiden, zweimal mit voller Punktwertung – Ippon – für einen Schulterwurf bzw. Außensichel, einmal mit einem Haltegriff und den Fight gegen einen Starter aus Goslar gewann er in der Verlängerung durch Inaktivität des Gegner. Damit konnte Bengt Schulz eine weitere goldene Medaille seiner Sammlung hinzufügen.

Bengt Schulz li. Mit einem erfolgreichen Aussensichelwurf auf
dem Weg zum 1. Platz

Ein Wochenende später ging es nach Hannover zum Teufel-Turnier der U18 und U15. Da es sich um ein Sichtungsturnier mit Ranglistenpunkten handelt, kamen hier die erfahrenen Kämpfer zusammen.

Björn Griemsmann hatte gleich als erste Begegnung mit dem Deutschen Meister aus Holle zu tun. Bedingt durch sein intensives Training konnte er aber gut mithalten, brachte den Gegner sogar zweimal an den Rand einer Niederlage und musste erst kurz vor Schluss eine mittlere Wertung abgeben, weil er einem Wurf nicht mehr komplett ausweichen konnte. Gegen diesen Judoka nicht vorzeitig verloren zu haben, war schon ein kleiner Erfolg. Im Kampf um Platz 3 warf Björn seinen Gegner aus Nienhagen voll auf den Rücken mit einer Innensichel und hatte damit Bronze erreicht. Danach stellte er sich noch für einen Freundschaftskampf gegen ein Schwergewicht zur Verfügung und konnte trotz den Gewichtsunterschiedes einen erfolgreichen Wurf durchbringen.

Chiara-Sue Pätzold in der Jugend U15 konnte gegen zwei sehr starke Gegnerinnen noch nicht die passenden Techniken durchsetzen und schied daher aus.

Ebenfalls in der U15-Jugend hatte Bengt Schulz 4 sehr schwierige Gegner, die bereits Erfahrungen aus der U17 –Altersgruppe haben. Den ersten Fight verlor er nach einem Konterwurf eines Judoka aus Isenbüttel. Seinen Kontrahenten aus Braunschweig bezwang er mit einem tollen Seoi-Nage – Schulterwurf – erst in der kraftkostenden Verlängerung. Den stärksten Kämpfer im Feld aus Brandenburg konnte er immerhin eine kleine Wertung abringen und verlor erst nach voller Kampfzeit durch eine mittlere Wertung. Die letzte Begegnung gegen einen Judoka aus Bremen ging auch nach der vollen Kampfzeit mit kleiner Wertung verloren. Dennoch blieb es am Ende nach Punkten bei einem 3. Platz, mit dem man bei der starken Besetzung zufrieden sein konnte.

Björn Griemsmann li. 
Beim Ansatz einer Würgetechnik, um den Gegner zur Aufgabe zu bringen
         

                                                          Björn Griemsmann

                            Bengt Schulz, Chiara-Sue Pätzold

Das Kreissportfest in Otterndorf bot auch einen Judowettkampf in Form eines Japanischen Turniers an. Hierbei startet der leichteste Judoka gegen den nächstschwereren, wer gewinnt, bleibt auf der Wettkampfmatte stehen und bekommt einen neuen Gegner. Mit 24 kg ging Tom Staats in seinem ersten Wettkampf überhaupt als Erster auf die Matte und er kämpfte wie ein kleiner Tiger und gewann gegen 4 Gegner, erst ein wesentlich größerer Junge konnte diesen überraschenden Siegeszug stoppen. Aber der 1. Platz in der U11 war der Lohn dafür. Mutig an den Start, aber ohne Siege blieben Moritz auf dem Felde, Philipp Förster und Kevin Kanning. Erst Tom Böhling bei den Judoka U15 konnte 3 Siege erreichen und erreichte auch den 1. Platz. Bei den Mädchen startete in der U11 Tessa Dobrocky, die mit 2 Siegen hier ebenfalls den 1. Platz erreichte. Chiara-Sue Pätzold kämpfte bei der u15 nach dem ersten Sieg bereits gegen wesentlich Ältere, aber auch hier erfolgreich, auch einen Fight gegen ein Mädchen mit mehr als 30 kg Unterschied gewann sie durch eine Hebeltechnik. Nach 3 Siegen stand sie ganz oben auf dem Siegerpodest.

Hinten v.l.: Tessa Dobrocky, Kevin Kanning, Tom Böhling, Chiara-Sue Pätzold
Vorn v.l.: Philipp Förster, Tom Staats, Moritz a.d.Felde

Judo-Kids auf Safari
Anlässlich des Jubiläumsjahres des SC Hemmoor (222 Jahre ) veranstaltete die Judo-Abteilung für ihre Kindergruppen bis 14 Jahre eine Judo-Safari. Dabei handelt es sich um eine Aktion des Deutschen Judobundes, die mal abseits vom reinen Wettkampf oder Training ausgestaltet ist. Die Judokids mussten schnell wie der Panther, kräftig wie der Bär, gewandt wie die Schlange, schlau wie der Fuchs und sprungkräftig wie das Känguru sein.  Die Tiere symbolisieren die erreichbaren Abzeichen, wenn man beim Laufen, Kämpfen, Springen, Werfen mit  Nachdenken und Fantasie eine Anzahl Punkte gesammelt hat. Das Schöne dabei: es gibt keine Verlierer, weil Mitmachen zählt auf jeden Fall. Eine Kreativaufgabe in Form eines Bildes mit Judo-Motiv nach freier Wahl war eine zusätzliche Herausforderung. 34 aufgeregte Judoka fanden sich in der Judohalle ein, die mitgebrachten Bilder wurden an der Wand ausgehängt, einige Spiel zur Einstimmung und Auflockerung folgten und dann ging es mit Begeisterung an die Aufgaben. Ein Geschicklichkeitsparcour  war mit Mut und Tempo zu durchlaufen, ein weiter Sprung in die Saltomatte war zu tun und ein schwerer Ball  zu stoßen. Die älteren Judoka halfen beim Zeitstoppen und messen, auch für die Wertungstafel beim anschließenden „Japanischen Judoturnier“ wurden sie gebraucht. Der leichteste Judoka kämpfte gegen den nächstschweren und konnte bei einem Sieg den nächsten Gegner empfangen, bis max. 5 Kämpfe. Auch die Verlierer bekamen eine zweite Chance in der Trostrunde, hier konnten gerade die ganz jungen Judoka nochmal Punkte wettmachen.  Eine Jury vergab im Anschluss Punkte für die Bilder und die Ergebnisse wurden addiert. Der schwarze Panther als höchste Auszeichnung wurde nur 1 x an den 9jährigen Philipp Förster vergeben, der nicht nur sportlich viele Punkte gesammelt hat, sondern auch ein besonders schönes Bild mit den Judowerten gemalt hatte. Aber alle Teilnehmer freuten sich über die erreichten Abzeichen, die nach den Ferien sicher mit Stolz auf den  Judoanzügen getragen werden. Das Betreuerteam und die Judokids haben bereits beschlossen: „nächstes Jahr gegen wir wieder auf Safari und erlegen ein neues Abzeichen !“

Die Teilnehmer der Judosafari vor der Bildergalerie, die als Kreativaufgabe dazugehört.
Die Teilnehmer der Judosafari vor der Bildergalerie, die als Kreativaufgabe dazugehört.

Damit gingen die Judoka mit einer großen Medaillenausbeute der letzten Wochen in die Sommerpause, nicht ohne noch ein großes Abschlusstraining mit allen Judoka des SC klein und groß am letzten Schultag durchzuführen. Spiel und Spaß kamen nicht zu kurz, die Trainerassistentin Berit Schulz hatte sich hierfür viel Abwechslung ausgedacht und konnte das Erlernte aus den Fortbildungen zur Freude aller anbringen.