Die Judo-Abteilung trauert um Rolf Maack

Die Judo-Abteilung trauert um einen Judoka der 1. Stunde.

 

Rolf Maack verstarb am 4.2. im Alter von nur 60 Jahren.

 

Die Judo-Abteilung im TSV Eiche Warstade war gerade im Jahr 1976 gegründet, da war Rolf schon interessiert, und stürzte sich in das Erlernen dieser hier völlig neuen Sportart.

Mit ganz viel Enthusiasmus und Einsatz motivierte er auch viele andere, sich mit auf die Matten zu begeben. Schnell erreichte er den braunen Gürtel und früh wurde sein Talent zum Kämpfen offenbar. Er lieferte sich mit Judoka aus umliegenden Vereinen und auf Bezirksebene spannende Zweikämpfe, auch in der Ligamannschaft war er immer für einen Punktgewinn gut. Rolf entwickelte sich schnell zur Stütze des damaligen Trainers Winfried Marotzki und übernahm 1982 nach dessen Wegzug aus Hemmoor die Haupttrainingsarbeit. Dafür absolvierte er auch die Übungsleiterausbildung, und war für mich ein Vorbild bei der Ausbildung der Judoka.  Etliche der jetzt Aktiven haben noch mit Rolf auf der Matte gestanden, und viel von ihm gelernt. Ende der 80er Jahre musste er aus gesundheitlichen Gründen den Judo-Anzug an den Nagel hängen, blieb aber immer dem Judosport mit Interesse verbunden.

 

Die Judoabteilung würde ohne Rolfs Wirken nicht in der heutigen Form bestehen. Er wird uns immer in guter Erinnerung bleiben. Viel zu früh wurde Rolf nun durch eine tückische Erkrankung aus dem Leben geholt.

 

Wir sind sehr traurig.

 

Bärbel Lühmann und die gesamte Judo-Abteilung des SC Hemmoor

Norddeutschen Meisterschaften am 13.02.2016

Deutsche Meisterschaft Judo wieder mit Hemmoorer Beteiligung

 

Bei der Qualifikationsebene Norddeutsche Meisterschaft der U18 und U21 Judojugend am letzten Samstag wurde es für 3 Hemmoorer Judoka spannend. Am Ende kann Björn Griemsmann zum 5. Mal an einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen und Johannes Koschel und Chiara-Sue Pätzold verpassten nur knapp den Podestplatz.

In Osnabrück trafen sich die Qualifizierten aus den Landesmeisterschaften Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Chiara-Sue Pätzold in der U18 traf auf die Vizemeisterin aus Hamburg, die sie mit 2 Uchi-Mata-Würfen bezwang. Danach stand sie der Bremer Meisterin gegenüber, aber auch das löste sie mit einem Sieg durch Würgetechnik. Das Halbfinale gegen Franka Matthies wurde spannend, hatte sie gegen diese doch bei der Landesmeisterschaft nur knapp verloren. Auch diesmal schenkten sich beide nichts, bis Chiara durch einen inkonsequenten Angriff in einen  Gegendreher geriet und  auf dem  Rücken landete. Im entscheidenden Kampf um den 3. Platz traf sie dann auf die Dauergegnerin Pia Meyer aus Wiefelstede. Beide erreichten durch Würfe eine hohe Wertung, mehrfache Würgeversuche von Chiara missglückten, auch hier entschied ein zu hastig eingeleiteter Angriff, der durch Meyer gekontert wurde, den Kampf gegen Pätzold. Damit ist sie Fünfte, was bei allem Ärger über den verpassten Zugang zur Deutschen Meisterschaft, doch die beste Platzierung ihrer bisherigen Karriere ist. Dies sah auch der Landestrainer so, der sie zur Talentförderung zu einer mehrtägigen Maßnahme am Bundesleistungszentrum in Köln einlud.

In der U21 bis 60 kg startete erstmal Johannes Koschel auf dieser Ebene. Er konnte sich durch erfolgreiche Vorkämpfe, u.a. gegen einen Braungurt aus Hameln, den er mit einem Fußwurf und anschl. Haltegriff bezwang, bis ins Halbfinale vorschieben. Hier traf er wieder auf den Gegner der Landesmeisterschaft, Lennart Scharff aus Lüneburg. Er konnte gut gegenhalten, brachte den Kontrahenten ins Wackeln, aber der entscheidende Wurf gelang nicht. In der Bodenlage geriet Koschel dann in eine Würgetechnik, die er versuchte auszuhalten, was aber zu einer ganz kurzzeitigen Ohnmacht führte. Dies führte dann zu einem Ende des Ganzen, weil die Kampfrichterkommission aus Sicherheitsgründen den Kampf um den 3. Platz nicht mehr zuließ. Damit erreichte Koschel einen dennoch zufriedenstellenden 5. Platz.

Björn Griemsmann,  – 90 kg, hatte eine stark besetzte Gruppe vor sich. Den Lübecker Gegner konnte er mit seinem Spezialwurf Uchi-Mata werfen und anschließend festhalten. Danach traf er gleich auf den sehr erfahrenen Bremer Leo Schütz, den er zu vorsichtig angriff und dadurch in einen Konterwurf geriet. Damit war der Weg durch die Trostrunde notwendig, um noch Dritter zu werden. Der Schl.Holsteiner Meister aus Eutin stand ihm gegenüber, was sich aber mit einem sehr schnellen Uchi-Mata löste. Danach traf er auf den Hamburger Meister, ein kräftiger defensiver Kämpfer, der sich hier einen Fehler nach dem anderen leistete und nach 4 Strafen ausschied. Damit war der Podestplatz erreicht und Trainer und Athleten konnten sich über das Gesamtergebnis freuen.

Anfang März geht es für Griemsmann erneut nach Frankfurt/Oder zur Deutschen Meisterschaft, in der Hoffnung, dass hier eine bessere Platzierung als 2015 erzielt wird.

Kehdingen-Cup am 6.-7. Februar 2016

Kjell Peukert li. wirft seinen Gegner mit einem Hüftwurf.
Kjell Peukert li. wirft seinen Gegner mit einem Hüftwurf.

Am 6.-7. Februar 2016  nahmen die Hemmoorer Judoka in Drochtersen am Kehdingen-Cup teil. Diese Veranstaltung erlebte in den letzten Jahren ein immer höheres Niveau, und 2016 wurde es gänzlich zum Internationalen Kehdingen-Cup. Der Veranstalter hatte keine Mühen gescheut, und für ausländische Gäste Unterkünfte und Verpflegung organisiert. Es waren junge Judoka aus England, Österreich, Ukraine, Aserbaidschan, Russland und ganz Norddeutschland angereist, insgesamt über 500 Teilnehmer.

 

 

 

Unsere kleinen Judoka der U12 haben sich tapfer eingemischt, und konnten in den 5er-Pools jeweils 4 – 2 Kämpfe gewinnen.

 

Kjell Peukert und Erik Gardt erreichten den Silberpokal und Andreas Hinkel Bronze.

 

 

 

Die U15 hatte es richtig schwer, große Gruppen und tolle Kämpfer insbesondere aus Ukraine und Aserbeidschan.

 

 

 

Daniel Gardt und Tom Staats mussten sich geschlagen geben, nur Kolja Pätzold und Martin Koschel konnten je einen Kampf gewinnen. Kolja bezwang seinen Gegner mit einem Klasse Uchi-Mata-wurf  und schob sich unter 25 Teilnehmern auf den 11. Platz vor. Martin erreichte eine kleinere Wertung gegen einen Ukrainer, verlor aber die nächsten beiden Begegnungen und landete damit ebenfalls auf Platz 11 von 18 Teilnehmern.

 

 

 

Am 7. Februar trafen sich dann zum Internationalen Trainingscamp unter Leitung von Slavko Tekic (Landestrainer Hamburg) und einem russischen WM-Kämpfer nochmals gut 150 Judoka für 6 Stunden Üben und Randori. Völkerverständigung und Verhinderung von Fremdenfeindlichkeit war das Motto.

Der gemeinsame Judosport überwand alle Sprachbarrieren und man hatte viel Spaß miteinander. Am Ende wurden noch kleine Mannschaften gebildet, und Mannschaftskämpfe durchgeführt. Ein lohnender Tag für sieben Judoka vom SC Hemmoor.

von links: Andreas Hinkel, Martin Koschel, Tom Staats, Kolja Pätzold, Erik Gardt und Daniel Gardt.
von links: Andreas Hinkel, Martin Koschel, Tom Staats, Kolja Pätzold, Erik Gardt und Daniel Gardt.