Hemmoorer Judo-Jungs diesmal mit Licht und Schatten

Die U15 und U18 tummelte sich am letzten Wochenende in Osnabrück auf der Judomatte. Das Pokalturnier zog traditionell viele Starter, auch aus NRW und den Niederlanden, an. Volle Gruppen in fast allen Gewichtsklassen warteten auf die angereisten Judoka aus Hemmoor mit Trainer Hartmut Schrage. Andreas Hinkel und Erik Gardt konnten diesmal in der U15 keinen Kampf gewinnen. Beide haben z.Zt. aufgrund des Wachstums Anpassungsprobleme, die sich hier deutlich zeigten. Martin Koschel, mittlerweile bis 66 kg in seinem letzten Jahr der U15, gab einen guten Einstieg, gewann im Vorkampf zwei Begegnungen und verlor nur gegen einen Kaderathleten aus Osnabrück. Im Halbfinale bezwang er seinen Kontrahenten aus Broistedt mit einem Wurf und Haltegriff. Im Finale stand er wieder gleichem Athleten aus Osnabrück gegenüber und konnte sich auf dessen Kampftaktik nicht einstellen. Er verlor erneut, konnte sich aber dennoch über den gut erkämpften 2. Platz freuen.
Bei den Älteren U18 versuchte Daniel Gardt sein Glück, auch hier in der schweren Gruppe bis 60 kg. Gegen den Kämpfer aus Herford verlor er im Auftakt etwas unglücklich, machte dies aber im Trostrundenkampf wieder wett. Hier konnte er seinen Gegner aus Ibbenbüren mit einem Haltegriff bezwingen. Auch der Folgekampf, wieder gegen einer Herforder, lief gut an. Eine hohe Wertung für eine Wurftechnik brachte ihn in Führung, im weiteren Verlauf holte sein Kontrahent jedoch auf und bei einer unübersichtlichen Bodenlage konnte dieser einen Würger setzen, der bei Daniel kurzzeitig die „Lichter ausknipste“. Damit blieb es am Ende bei einem 9. Platz, ganz ok bei dem starken Teilnehmerfeld, aber ausbaufähig.
Im Dezember wird noch die Bremen Open angefahren und dann ist die Wettkampfsaison 2017 zu Ende.

Daniel Gardt erhält eine Sportpatenschaf

der Weser-Elbe-Sparkasse

beide Fotos: Scheer

Nachdem die Judo-Abteilung bereits für die Anschaffung von Judomatten und für den Erwerb einer Trainerlizenz Unterstützungsmittel in erheblicher Höhe erhalten hatte, wurde auch der Antrag auf Sportpatenschaft für den 15-jährigen Daniel Gardt positiv beschieden.

Eine Jury hatte neben 4 weiteren Sportlern aus dem Landkreis Cuxhaven seine Leistungen in diesem Jahr als förderungswürdig gesehen und bezuschusst seine Aufwendungen für 1 Jahr mit gesamt 1000.-€ .

Bei der feierlichen Veranstaltung waren neben dem Vorstand der WESPA auch der Vorsitzende des Kreissportbundes zugegen, die in der Einführung die Förderung von Nachwuchsportlern als eine sinnvolle Angelegenheit darstellten. Die WESPA schüttet dafür jährlich mehrere Tausend Euro aus und bietet damit vielen Vereinen und Sportlern Möglichkeiten der Entwicklung, die sich sonst nicht finanzieren ließen. Gemeinsam mit Daniel Gardt freuten sich die Mutter, die Abteilungsleiterin Bärbel Lühmann und der 1. Vors. Thorsten Nagel über diese hilfreiche Unterstützung.

Nach der Ehrung wurde zum Abschluss noch in lockerer Runde ein kleiner Imbiss gereicht und dann ging es auf den Heimweg von Bremerhaven.

Judo-Kids auf Safari

Im Oktober und November veranstaltete die Judo-Abteilung für ihre Kindergruppen bis 14 Jahre eine Judo-Safari. Dabei handelt es sich um eine Aktion des Deutschen Judobundes, die mal abseits vom reinen Wettkampf oder Training ausgestaltet ist. Die Judokids mussten schnell wie der Panther, kräftig wie der Bär, mutig wie der Adler, gewandt wie die Schlange, schlau wie der Fuchs und sprungkräftig wie das Känguru sein. Die Tiere symbolisieren die erreichbaren Abzeichen, wenn man beim Laufen, Kämpfen, Springen, Werfen und mit Nachdenken und Fantasie eine Anzahl Punkte gesammelt hat. Das Schöne dabei: es gibt keine Verlierer, weil Mitmachen zählt auf jeden Fall. Eine Kreativaufgabe in Form eines Bildes mit Judo-Motiv nach freier Wahl war eine zusätzliche Herausforderung. 30 aufgeregte Judoka fanden sich in der Judohalle ein, die mitgebrachten Bilder wurden an der Wand ausgehängt, einige Spiele zur Einstimmung und Auflockerung folgten und dann ging es mit Begeisterung an die Aufgaben. Ein Geschicklichkeitsparcour war mit Mut und Tempo zu durchlaufen, ein weiter Sprung war zu tun und ein schwerer Ball zu stoßen. Die älteren Judoka halfen beim Zeitstoppen und messen, auch für die Wertungstafel beim anschließenden „Japanischen Judoturnier“ wurden sie gebraucht. Der leichteste Judoka kämpfte gegen den nächstschweren und konnte bei einem Sieg den nächsten Gegner empfangen, bis max. 5 Kämpfe. Auch die Verlierer bekamen eine zweite Chance in der Trostrunde, hier konnten gerade die ganz jungen Judoka nochmal Punkte wettmachen. Eine Jury vergab im Anschluss Punkte für die Bilder und die Ergebnisse wurden addiert. Der schwarze Panther als höchste Auszeichnung wurde nur 1 x an den 12jährigen Andreas Hinkel vergeben, der die meisten Punkte gesammelt hat. Aber alle Teilnehmer freuten sich über die erreichten Abzeichen, die sicher mit Stolz auf den Judoanzügen getragen werden. Das Betreuerteam und die Judokids haben bereits beschlossen: „nächstes Jahr gehen wir wieder auf Safari und erlegen ein neues Abzeichen!“