Deutsche Pokalmeisterschaften der Frauen

In Künzell bei Fulda fanden die Deutschen Pokalmeisterschaften der Männer und Frauen statt, Vom SC Hemmoor hatte sich die talentierte Chiara-Sue Pätzold über den Vize-Landestitel dafür qualifiziert. Am Sonntag in aller Frühe trafen die Judoka aus dem gesamten Bundesgebiet ein und es brummte in der Halle vor Aufregung. Nach dem Wiegen und Kontrolle der Judoanzüge wurde die Veranstaltung vom Präsidenten des Deutschen Judobundes eröffnet und die Nationalhymne sorgte für einen angemessenen Rahmen. Chiara Pätzold fand sich bis 63 kg in einem Starterfeld von 20 Judoka wieder und hatte in der 1. Runde eine Kämpferin aus Dortmund vor sich, die sich in Nordrhein-Westfalen für die Teilnahme qualifiziert hatte. Pätzold startet furios, brachte die Gegnerin in die passende Richtung und warf nach 11 Sek. mit ihrem Spezialwurf „Uchi Mata“ zum schnellen Sieg. Im nächsten Fight stand ihr eine erfahrene Kämpferin aus Bayern gegenüber. Diese blockierte alle wurfangriffe und brachte Pätzold in die Bodenlage zum Haltegriff. Mehrfach konnte sich Pätzold aus dieser Bedrängnis noch befreien. Erst nach 3 Min. Kampfzeit gelang dies nicht mehr und ein erneuter Haltegriff brachte ihrer Gegnerin den Sieg. Nach einiger Wartezeit war erst klar, dass Pätzold in die Trostrunde einziehen konnte. Über die lange Zeit konnte sie die Spannung nicht halten, geriet gegen eine starke Pfälzerin (spätere Dritte) gleich in eine ungünstige Position und wurde geworfen. Damit war aber das Minimalziel, dass sich Kämpferin und Trainer gesetzt hatten „mindestens einen Kampf gewinnen“ erreicht und ein 9. Platz auf der Ebene ist ganz beachtlich. Anfang Dezember gibt es auf der Norddeutschen Meisterschaft noch eine 2. Chance, sich durch einen Medaillenplatz für die Deutsche Einzelmeisterschaft zu qualifizieren. Bis dahin wird hart trainiert, um sich diese Möglichkeit zu wahren.

Meisterehren und neue Gürtelfarben

Im September legte der SC Judoka Johannes Koschel in Hannover erfolgreich seine Prüfung zum Meistergrad, 1. Dan – der Schwarzgurt – ab. Viele Monate der Vorbereitung mit intensivem Üben der Würfe und Bodentechniken, der Anwendungssaufgaben, Erwerb des Theoriewissen lagen hinter ihm. Auch die besondere Herausforderung, die Kata, die eine herausragende Stellung in der Dan-Prüfung einnimmt, konnte von ihm gut auf die Matte gebracht werden, so dass die Prüfungskommission in Hannover zufrieden war. Hilfreich dafür war, dass er im Frühjahr seine Trainer-Lizenz Wettkampf-Judo erworben hat, was eine gute Grundlage bot. Der SC Hemmoor und der Athlet selbst sind sehr froh darüber, dass dafür eine beantragte Förderung aus dem Sport-Fond der Weser-Elbe-Sparkasse bewilligt wurde. Dies ist eine schöne Anerkennung für den Lernaufwand und Fahrten nach Osnabrück usw., den Johannes Koschel auf sich genommen hat.
Einige Wochen später in den Herbstferien legten weitere Judoka des SC Hemmoor sowie aus Harsefeld, Cuxhaven und Gräpel ebenfalls neue Gürtelfarben an. Der Kreisfachverband führte nach mehreren Vorbereitungslehrgängen die Prüfung zum Blau- und Braungurt durch. Insgesamt 10 Judoka strengten sich unter dem kritischen Blick des Kreisprüfungsreferenten Hartmut Schrage und dem Co-Prüfer Andreas Ehlen ordentlich an und konnten sich letztlich alle über eine bestandene Prüfung freuen.
Tessa Dobrocky zeigte bei ihrer Braungurtprüfung die beste Kata, auch technisch gehörte sie zu den Besten. Gleichfalls Lob erhielt Daniel Gardt für seine Braungurttechniken. Als bester Prüfling für Blau hat Martin Koschel abgeschnitten und seine Schwester Michelle erreichte mit Ihrer Partnerin aus Gräpel ebenfalls mit guten Leistungen den Blaugurt. Chiara-Sue Pätzold fungierte für beide Braungurte als Übungs-und Prüfungspartner und erhielt dafür ein besonderes Dankeschön.
Die Trainer vom SC Hemmoor freuen sich schon auf die Weiterentwicklung der Prüflinge, ist doch hier ein guter Grundstein für ebenfalls den Meistergrad/Schwarzgurt gelegt.